1951 reist mit Wolverhampton Wanderers erstmals ein Team aus dem Mutterland des Fussballs nach Zürich. Der spätere FIFA-Präsident Sir Stanley Rous, zurzeit Generalsekretär des englischen Fussballverbandes und ein Freund des Turnierobmannes Hermann Gutzler, ist persönlich für das Antreten der Mannschaft aus England verantwortlich. Es ist der Anfang einer bis heute dauernden Tradition. Fast alle grossen englischen Klubs nehmen die Gelegenheit wahr, nach Saisonschluss ihren Nachwuchs am Blue Stars Turnier zu testen. Die Briten sind es denn auch, die künftig das Turnier prägen – allen voran die Junioren von Manchester United. Diese feiern gleich 1954 bei ihrer Antrittsvorstellung in Zürich ihren ersten Sieg.
So kommen mit Manchester United einige Junioren nach Zürich, die später in zweierlei Hinsicht Berühmtheit erlangen. Duncan Edwards, Bill Whelan, David Pegg, Eddie Colman, Albert Scanlon, Bobby Charlton und Wilf McGuinness stehen im Siegerteam, durch den Klubmanager Sir Matt Busby persönlich in Zürich betreut. Sie sind später Teil der ersten Mannschaft und Nationalteams ihrer Länder. Alle von ihnen, mit Ausnahme von McGuinness, treten am 5. Februar 1958 gegen Roter Stern im Viertelfinal des Meistercups in Belgrad an und qualifizieren sich für das Halbfinale.
Am nächsten Tag endet alles auf tragische Weise. Auf der Heimreise stürzt ihr Flugzeug, das in München eine Zwischenlandung vornehmen muss, nach dem Start zurück auf die Piste und brennt vollständig aus. Edwards, Whelan, Pegg und Colman verlieren neben einigen anderen Spielern und Betreuern ihr noch junges Leben. Scanlon, schwer verletzt, kann nie mehr im grossen Fussball Tritt fassen. Der nur leicht verletzte Bobby Charlton hat Glück im Unglück. Er wird später zu einem der populärsten Fussballer Englands und 1966 auch Weltmeister. Im selben Weltmeister-Team stehen mit Nobby Stiles, Bobby Moore, Goeff Hurst und Martin Peters noch weitere Ehemalige des Blue Stars-Turniers.
Der nach dem Unglück lange Zeit in Lebensgefahr schwebende Manager Matt Busby baut nach seiner Genesung wieder ein hervorragendes Team auf, das 1968 den Europapokal der Landesmeister gewinnt. Wieder kann er dabei auf junge Spieler zählen, die als Junioren mehrmals am Blue Stars-Turnier spielen: Neben den älteren Charlton und Stiles auf George Best, John Aston, David Sadler und Brian Kidd.
1956 spielt mit Helmut Haller (BC Augsburg) ein weiterer Teilnehmer des WM Finals von 1966 am Turnier.
Manchester United gewinnt künftig das Turnier noch weitere 15mal. Zweimal Arsenal und je einmal Chelsea, Celtic Glasgow und Nottingham Forest sind die weiteren Gewinner von der britischen Insel.
Hermann Gutzler leitet das Turnier umsichtig und initiativ bis im Jahr 1965 und wird dann von
Felix Keller abgelöst, der das Turnier für für 3 Jahre präsidiert.